Wer kennt sie nicht? Die rot-grüne Brille, die seit Jahrzehnten die ultimative 3D-Erfahrung bieten soll … Im Zuge enormer technologischer Entwicklungen ist der 3D-Effekt durch 3D-Fernseher bzw. 3D-Beamer mittlerweile im Wohnzimmer angekommen. Voraussetzung für den 3D-Genuss ist die so genannte 3D-Shutterbrille.

Räumliche Wahrnehmung beruht auf dem Prinzip, dass der Mensch zwei Bilder benötigt (eines für das linke, eines für das rechte Auge), die im Gehirn zusammengesetzt werden. 3D-Filme müssen demnach doppelt und mit perspektivischer Verschiebung produziert werden. Die eine Version ist für das linke, die andere für das rechte Auge bestimmt.

Damit tatsächlich das richtige Bild im entsprechenden Auge ankommt, bedarf es eines Filtervorgangs, den eine 3D-Brille leistet. Früher wurden die beiden Bilder eingefärbt, zunächst rot und grün, dann cyan und rot. Die 3D-Brille hatte dann ebenfalls diese Farben. So konnte der Zuschauer mit einem Auge nur das jeweils entgegengesetzte Bild wahrnehmen, was den 3D-Effekt erzeugte.

In der modernen 3D-Welt im Wohnzimmer übernimmt die 3D-Shutterbrille diese Aufgabe. Der Bildschirm sendet 120 Bilder pro Sekunde, immer abwechselnd eines für das linke und eines für das rechte Auge. Die Shutterbrille ist per Infrarot mit dem Gerät verbunden, arbeitet synchron und sorgt so für den gewünschten 3D-Effekt.

Die paarweise Darstellung von Bildern, einem für jedes Auge, wird auch als stereoskopisches Verfahren bezeichnet.